Ein kurzer Reisebericht
Im Zuge eines großen MES-Projektes in der Tabakbranche in China verschlug es bereits mehrere Male die Xavo-Mitarbeiter, Uwe Schey und Andre Goller, nach China. Nachfolgend schildern sie ihre persönlichen Eindrücke vom Land der aufgehenden Sonne.
Ankunft (Mittwoch)
Nach fast 20 Stunden Anreise neigen wir eigentlich dazu, sofort im Hotel ins Bett zu gehen. Im Hinblick auf drohende schlaflose Nächte und müde Tage, entschließen wir uns doch dagegen und versuchen unseren natürlichen Rhythmus auszutricksen, indem wir am Nachmittag auf eine kleine Erkundungstour gehen.
Erster Arbeitstag (Donnerstag)
Am nächsten Morgen (eigentlich noch mitten in der Nacht nach europäischer Zeit) ruft die Arbeit. Trotz morgendlichem Verkehrschaos steht unser chinesischer Kollege pünktlich um 8.20 Uhr mit dem Taxi vor dem Hotel. Nach kurzer Fahrt treffen wir im Siemens-Büro ein, wo uns nach freundlicher Begrüßung als erstes ein Becher grüner Tee eingeschenkt wird. Nachdem wir den Zeitplan für die Woche beschlossen haben stürzen wir uns in die Diskussionen, an der je nach Ort und Thema durchaus bis zu 40 Personen teilnehmen können.
Immer wieder werden wir mit kulturellen Unterschieden konfrontiert. Dabei ist der gegenseitige Respekt in China besonders hervorzuheben. So werden zum Beispiel Visitenkarten immer hochachtungsvoll mit zwei Händen übergeben und ebenso entgegen genommen, statt sie wie in Europa nebenbei über den Tisch zu schieben.
Nach getaner Arbeit freuen wir uns auf ein gemeinsames Abendessen, welches von unseren chinesischen Gastgebern (wie immer) perfekt arrangiert ist. In traditionellem Ambiente bestellt der Gastgeber für alle gemeinsam die Gerichte, die auf einer drehbaren Glasplatte in der Mitte des Tisches angerichtet und direkt mit Stäbchen verzehrt werden.
Nachdem am Samstagabend die meisten Punkte unseres Zeitplanes abgehakt sind, freuen wir uns auf einen arbeitsfreien Sonntag.
Sonntag
Am diesem Tag bringen wir Kultur und Shopping unter einen Hut. Am Perlen- und Seidenmarkt feilschen wir mit chinesischen Händlerinnen um ein hölzernes Mahyong-Spiel bevor wir mit der U-Bahn für wenige Yuan ins kulturelle Zentrum der 13- bis 20-Millionen-Stadt (da streiten sich die Geister) fahren. An die imposante “Verbotene Stadt” schließt sich direkt der “Platz des Himmlischen Friedens” an, den wir heute kaum wieder erkennen. Anlässlich des Nationalfeiertags wurde hier ein riesiger Springbrunnen mit neun Fontänen angelegt, neben dem die ebenfalls neuen gigantischen Blumenmeere samt künstlichem Wasserfall fast verblassen. All diese Dinge werden nach den Feierlichkeiten wieder verschwinden.
Heimreise (Dienstag)
Nach zwei weiteren arbeitsreichen Tagen treten wir die Heimreise nach Deutschland an. Wir werden mehr als gute Freunde denn als Arbeitskollegen verabschiedet und jeder freut sich insgeheim schon auf ein Wiedersehen. So verlassen wir die chinesische Hauptstadt gegen Mitternacht und treffen um 8 Uhr morgens wieder in unserem Xavo-Büro in Bayreuth ein.
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