Liebe Freunde und Kollegen,
Die Deutsche Bundesbank hat prognostiziert, dass Deutschland im Jahr 2009 in die tiefste Rezession seit der Gründung der Bundesrepublik im Jahr 1949 stürzen könnte. Nach dem Rettungspaket für die Banken, hat mit Opel nunmehr das erste deutsche Unternehmen die Bundesregierung um eine Millardenbürgschaft ersucht. In den USA wird eine Deflation befürchtet, sicher die schlimmste aller möglichen Gefahren.
Der US-Kongress hat vor einigen Tagen einen gewünschten 25-Milliarden-Doller-Rettungsplan für die “Big 3″ aus Detroit abgelehnt. “Lasst Detroit bankrott gehen”, sagt der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney. Nur über die Insolvenz, so Romney weiter, wird es den Autobauern möglich sein, die schmerzhaften Einschnitte vorzunehmen, welche sie wieder zukunftsfähig machen können.
In der letzten Woche erreichte mich dann die Nachricht, dass die Autobauer in den USA gerade in der gegenwärtig Krisenlage verstärkt in IT-gesteuerte Produktionsmanagementsysteme investieren. Warum erfolgt dieses Investment in IT gerade jetzt? Sollten die Autobauer in Krisenzeiten nicht verstärkt auf die Kostenbremse treten?
Die US-Autobauer hatten lange Zeit die Zeichen der Zeit verkannt. Sie haben zu lange auf Spritfresser statt auf energieeffiziente Autos gesetzt. Sie waren aber offensichtlich Anfang 2008 auch technisch nicht in der Lage, die “in den Schubladen” der Entwicklungsabteilungen schlummernden neuen Modell-Ideen zügig in die Produktion zu bringen.
Und genau hier setzen die modernen IT-Systeme und Konzepte rund um die digitale Fabrik an. Hinter Kürzeln wie PLM (Product Lifecycle Management) und MES (Manufacturing Execution System) verbergen sich hochmoderne, IT-gestützte Konzepte, welche die Effizienz in der Produktentwicklung nachhaltig steigern und neu entwickelte Produkte wesentlich schneller in die Produktion bringen.
Die Uhr tickt und die Zeit wird knapp. Nicht nur für General Motors, Ford und Chrysler - sondern auch für viele Unternehmen in Deutschland, Europa und weltweit. Diejenigen Unternehmen, welche auf die Herausforderungen der Globlisierung nicht adäquat oder aber auch zu spät reagieren, wird es in der Zukunft nicht mehr geben.
“Do More, Go Faster, Fuel Your Innovation Engine” ist die Zielsetzung der Manufacturing 2.0 Initiative, in deren Mittelpunkt die Förderung der unternehmensweiten Zusammenarbeit steht. Die CEOs müssen die Themen Flexibilität und Nachhaltigkeit stärker als bisher auf ihrem Radar haben. Um diese Ziele zu erreichen, müssen die Unternehmen intensiv in moderne Konzepte wie MES, PLM & Co. investieren.
Innovative Konzepte wie Manufacturing 2.0 werden (bedingt durch die Wirtschaftskrise) vermutlich noch schneller als erwartet in den Unternehmen eingeführt werden. Xavo wird ihre Kunden bei der Prozessoptimierung und der Einführung innovativer Technologien in den Bereichen Produktentwicklung und Produktionsmanagement kompetent und engagiert unterstützen.
Eines ist für mich sicher: Diejenigen Unternehmen, die die Zeichen der Zeit erkennen, werden gestärkt aus der gegenwärtigen Krise hervorgehen. Das können auch die “Big 3″ aus Detroit sein, wenn sie heute das Richtige tun.
Herzliche Grüße und “Alles wird gut”
Ihr Detlef Riedel
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