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Comments

Uwe Schey (TabExpo 2011 - a great success)
Es ist wirklich schade, dass ich nicht selber dabei sein konnte - ich freue mich schon jetzt auf die Hannover Messe und hoffe, dass ich dann wieder Teil des Messe-Teams sein kann.
Detlef Riedel (Danke, Steve!)
Ja, es ist richtig: Wir müssen zwischen den "Erfindern" und dem "Innovatoren" zu unterscheiden. Steve hat tatsächlich weder den PC, noch die Computermaus und auch nicht die grafische Benutzerober...
Xavo (Danke, Steve!)
@i2mo: richtig, Steve war auf seine Mitarbeiter angewiesen. Das ist ja in jedem Unternehmen so. Und obwohl er den Ruf eines Cholerikers und eines eher unangenehmen Chefs hatte, verstand er es wohl ...
i2mo (Danke, Steve!)
- "Steve hat den ersten PC gebaut," Das stimmt nicht, das war XEROX. http://de.wikipedia.org/wiki/Personal_Computer#Die_Vorl.C3.A4ufer_des_modernen_Personal_Computers - "er hat die Computermau...
MeGooseSta (Danke, Steve!)
Hallo Detlef, Steve Jobs war ein Visionär, er verstand es sehr gut Produkte so zu designen dass sie vielen MEnschen Gefallen und von vielen Benutzbar sind. Mitnichten war er jedoch der Erfinder...

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Liebe Freunde von Xavo,

Es ist kaum zu glauben, aber es gibt doch tatsächlich Leute, die davon überzeugt sind, dass ein Reverse Engineering des menschlichen Gehirns in 10 Jahren möglich sein wird.

Das behauptet zumindest Ray Kurzweil, ein anerkannter amerikanischer Autor, Erfinder und Zukunftsforscher. Kurzweil beschreibt den Punkt, an dem Computer die menschliche Intelligenz übertreffen, mit dem Begriff “Singularity”. Für ihn ist das Reverse Engineering des Gehirns das wichtigste Projekt unserer Zeitgeschichte.

Ist Kurzweil ein Spinner?

Ich glaube nicht. Kurzweil hat prominente Befürworter für die These, dass Computer schon bald das menschliche Gehirn simulieren können. Dazu gehört J. Sejnowski, Professor und Head des Computational Neurobiology Laboratory ebenso wie Microsoft Gründer Bill Gates, der Kurzweil für den besten Zukunftsforscher im Bereich der künstlichen Intelligenz hält.

Zum anderen wissen wir genau, was Reverse Engineering schon heute zu leisten vermag. Reverse Engineering hat sich in vielen Anwendungen bewährt, bei denen aus einem bestehenden, fertigen System durch Untersuchung der Strukturen, Zustände und Verhaltensweisen die Konstruktionselemente extrahiert und zu einem Bauplan zusammengefügt werden.

Keine Frage, das menschliche Gehirn ist das mit Abstand komplexeste System, das je einem Reverse Engineering unterzogen worden ist. Aber warum sollten die Verfahren, welche bei Maschinen, Software, Protokollen, integrierten Schaltkreisen und der Militärtechnik so erfolgreich im Einsatz sind, nicht grundsätzlich auch auf das menschliche Gehirn anwendbar sein?

Der Schlüssel zum Erfolg beim Reverse Engineering des menschlichen Gehirns liegt in der Decodierung der Großhirnrinde, dem Zentrum unseres Bewusstseins. In der Großhirnrinde sind ca. 22 Milliarden Neuronen und 220 Billionen Synapsen zu finden sind. Kurzweil prognostiziert, dass für die Entschlüsselung des menschlichen Gehirns Rechenleistungen von 36.8 Petaflops (das sind 36800 Terra Operationen pro Sekunde!) notwendig sind. Diese Supercomputer gibt es heute noch nicht; sie könnten aber schon in einigen Jahren verfügbar sein.

Erste bescheidene Erfolge gibt es heute bereits beim Reverse Engineering von Aspekten der Sprach- und Stimmenerkennung. Die perfekte Simulation des menschlichen Gehirns ist demgegenüber eine ungleich schwierigere Aufgabe.

Es verwundert deshalb nicht, dass zahlcreiche Biologen Ray Kurzweil’s Vorhersagen als Scharlatanerei abtun (”Ray Kurzwell does not understand the brain“). Diesen Kollegen möchte ich mit auf den Weg geben, dass es Seiteneinsteiger waren, welche 1953 die DNA entschlüsselt haben. James Watson und Francis Crigg wurden zu ihrer Zeit von vielen führenden Biologen und Chemikern belächelt. Am Ende aber haben sie mit der Entdeckung der DNA Doppelhelix die heutige Molekularbiologie begründet.

Herzliche Grüße und “Alles wird gut”.

Ihr Detlef Riedel

CEO/Xavo

3 Comments for "Reverse Engineering des Gehirns?"

Achim Schrepfer

30.08.2010 | 16:03 Uhr

Die Frage ist doch: was bringt das? Wenn es wirklich gelänge das menschliche Gehirn nachzubauen, dann würde man sich mit den ganzen Vorteilen doch auch die Nachteile einhandeln, nicht? Also man hätte zwar ein intelligentes Computersystem, welches aber auch Launen, Stimmungen, Irrtümern, Eigenwilligkeit etc. unterworfen wäre.

Zumindest müsste es so sein, wenn ein 100% Reverse Engineering je glücken sollte. Und: würde man ein solche künstliches Bewusstsein für seine Zwecke nutzen, machte man sich dann nicht der (Cyber-)Sklaverei schuldig?

Ich bin mal gespannt, wohin diese Reise führt…

Marion Deinlein

16.03.2011 | 16:38 Uhr

Manchmal empfinde ich meinen PC z.B. auch sehr launisch.
Vielleicht leidet das web manchmal unter leichtem Burn-out oder ich sollte selbst mal wieder ein Defragmentierung vornehmen?
Klingt alles so spaßig und dennoch ist alles, was im großen funktioniert oder nicht auf das komplexe Kleine ausgelegt. Im IT-Bereich genauso wie beim Menschen. Da bin ich sicher. Nette Gedanken!

Xavo » Gibt es 2023 ein digitales Gehirn?

07.07.2011 | 10:56 Uhr

[...] Gehirns möglich sein könnte. Ich hatte dieses Thema vor einiger Zeit ja schon einmal in einem Blog Beitrag [...]

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